Wie Flugangst verfliegt
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18 Dezember 2015, by , in Flugangst, Wingwave, No comments

Flugangst – und wie man sie besiegt

Der langersehnte Jahresurlaub steht bevor, doch will die Vorfreude nicht so recht aufkommen, gilt es doch, den Flug an den Ferienort anzutreten und zu überstehen- und allein die Vorstellung davon, in den Flieger steigen zu müssen, verdirbt einem den Spaß am Urlaub.

Leider gibt es bei einigen Reisezielen keine wirkliche Alternative zum Fliegen, sei es im beruflichen Kontext, wo Zeit tatsächlich Geld ist, sei es im privaten Bereich, wo das Erreichen des Reiseziels mit dem Auto, dem Zug oder gar mit dem Schiff einen erheblichen Teil der Urlaubszeit kosten würde- und so nehmen viele Reisende die Tatsache in Kauf, die Nacht vor dem Flug nicht in den Schlaf zu kommen und den Flug selbst im panischen Ausnahmezustand zu verbringen.

Für viele gibt es für diese irrationale Angst keine vernünftige Erklärung, haben sie doch nie irgendwelche traumatischen Erfahrungen beim Fliegen gemacht.

Flugangst-Seminare helfen nicht immer weiter; viele von Flugangst gepeinigte Passagiere wissen vom Verstand her sehr gut, dass das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt ist- und dennoch bricht ihnen der Angstschweiß aus allein schon beim Gedanken an eine Flugreise.

Beim Flugangst-Coaching mit der Wingwave®-Methode ist es möglich, die emotionalen Stresstrigger für die Flugangst zu ermitteln und aufzulösen. Der sogenannte Myostatik®-Test, der die Tatsache ausnutzt, dass eine physiologische Stress-Reaktion des Gehirns sich sofort in der Muskulatur, v.a. der Hände auswirkt, dient als Ursachen-Finder für die Panik-Reaktionen beim Fliegen. Hier finden sich oft erstaunliche Auslöser für die Gefühle von Angst oder Ohnmacht, die in den unterschiedlichen Flugsituationen auftreten- und sehr oft haben sie nichts mit dem Fliegen zu tun. So kann z.B. das Fallgefühl bei Turbulenzen im Flugzeug unbewusst die Erinnerung an einen Sturz in der Kindheit vom Klettergerüst oder vom Pferd wachrufen- diesen sogenannten Spuren im Unfallgedächtnis, die im Emotionszentrum, dem Limbischen System des Gehirns gespeichert sind- reicht nur ein kleiner Aspekt, der an dieses Erlebnis erinnert, um eine Alarmreaktion auszulösen.

Wie gelingt es nun, die Verknüpfung zwischen den Flugerlebnissen und den Ereignissen in der Vergangenheit zu lösen, um das Fliegen entspannt genießen zu können? Hier wird im Rahmen eines Wingwave®-Coachings eine natürliche, vom Gehirn regelmäßig-nachts im Traumschlaf in den sogenannten REM-Phasen- praktizierte Methode der Verarbeitung gewählt: durch schnelle, von der Hand des Coaches geführte Rechts-Links-Bewegungen der Augen löst sich der Biographie-Stress auf. Der Flug kann erlebt werden, ohne unbewusst mit einem alten Trauma assoziiert zu werden.

Wohin bei Flugangst?

Kommt ein Klient mit Flugangst zu mir zum Coaching, testen wir alle Phasen des Fluges sowie alle weiteren Aspekte, die in diesem Zusammenhang wichtig sein könnten, wie z.B. die Höhe, die Enge, Nachrichten von Terroranschlägen auf Flüge oder von Flugzeugkatastrophen und lösen die emotionale Stressreaktion mithilfe der wachen REM-Phasen auf.

Das Beispiel einer jungen Klientin veranschaulicht, was eine Flugangst auslösen kann: in ihrer Kindheit war sie viel geritten und hatte als junge Frau eine Ausbildung zur Pferdetrainerin gemacht. Entsprechend assoziierte ihr Unterbewußtsein die zunehmende Geschwindigkeit beim Start mit dem schneller werdenden Pferd, das beim Ausritt durchgeht, das Fallgefühl bei Turbulenzen mit dem Sturz vom Pferd. Am schlimmsten war jedoch für sie das Gefühl, wenn die Maschine nach Erreichen der Flughöhe noch mal einen Schub in die Höhe machte. Hier löste die Assoziation zu einem halsbrecherischen Querfeldeinritt im Rahmen ihrer Ausbildung mit Sprüngen über weite Geländehindernisse die Panik aus.

Nach dem Coaching konnte sie die Flüge in die Vereinigten Staaten zu ihrem Verlobten gelassen antreten- und das eine oder andere Mal mußte die Stewardeß sie beim Landeanflug sogar wecken.

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