Chronischer Stress macht uns zunehmend krank: Die Wirkung von Dauer-Stress auf den Körper
chronischer Stress macht krank

 

Was macht chronischer Stress mit unserer Gesundheit und was kann ich dagegen tun?

 

Dass chronischer Stress uns quasi den Verstand raubt, habe wurde schon im September-Blogbeitrag ausgeführt: https://www.balance-on-wings.de/blog/2018/09/07/stress-und-was-er-langfristig-mit-uns-macht/.

Doch er macht uns nicht nur ohnmächtig, er macht uns auch krank.

Die Stressreaktion des Gehirns, auch Kampf-oder Fluchtmodus genannt, ist eine Maßnahme der Natur, in akuten Situationen auf Gefahren schnell und effektiv zu reagieren. Für kurze Momente ist sie ohne negative Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit.

Problematisch wird es, wenn sich das Gehirn ständig in diesem Überlebensmodus befindet. Leider lädt unsere Lebensweise dazu regelrecht ein: Mobbing-Situationen bei der Arbeit oder in der Schule, Versagensängste oder das Gefühl von Überforderung angesichts der vielen Aufgaben in unserem Leben. Abends, wenn der Feierabend eingeläutet ist, gehen uns diese Probleme wieder durch den Kopf. Und was macht das Gehirn? Es löst Alarm aus und geht in den Überlebensmodus! Von wegen Feierabend und Erholung!

 

Was geschieht im Körper, wenn es zur Stressreaktion im Gehirn kommt?

Zunächst wird der Sympathikus aktiviert: Das ist der Teil des vegetativen Nervensystems, der in Gefahrensituationen eine Leistungssteigerung des Organismus bewirkt. Herzfunktion und Blutdruck steigen, aber andere Funktionen wie z.B. die Verdauungstätigkeit gehen zurück. Das kann zu Sodbrennen, Verstopfung oder auch zu Durchfall führen. Auch Herzrasen oder Blutdruckschwankungen treten möglicherweise auf. Durch den Alarm kommt es auch zur Aktivierung der Stressachse:Diese kennzeichnet eine Reaktionskette, die ausgehend vom Hypothalamus im Gehirn über die Hirnanhangdrüse zu der Nebennierenrinde führt, wo es ein wenig später zur Ausschüttung von Cortisol kommt. Dadurch steigt der Blutzucker, damit genügend Energie für Flucht oder Kampf zur Verfügung steht. Gleichzeitig ist das Immunsystem weniger aktiv und die zu Beginn der Stressreaktion gesteigerte Entzündungsbereitschaft senkt sich wieder. Wenn wir uns verteidigen müssen, ist das energieverbrauchende Immunsystem nicht so wichtig!

Insgesamt ist diese Reaktion des Körpers sehr sinnvoll und ökonomisch- allerdings lediglich in reellen Gefahrensituationen, in denen der Fluchtinstinkt nötig ist.

Wenn die Stressreaktion zum Dauerzustand wird, kommt das Immunsystem aus dem Gleichgewicht, die Verdauungsfunktion wird beeinträchtigt und Regenerationsprozesse werden unterdrückt. Je häufiger wir uns also in diesem Stressmodus befinden, desto mehr sind unsere Selbstheilungskräfte blockiert. Eine permanente Cortisol-Ausschüttung bewirkt, dass Zellen unseres angeborenen Immunsystems, die sogenannten natürlichen Killer-Zellen weniger aktiv sind. Sie sind normalerweise dafür da, dass wir virusinfizierte Zellen oder auch Krebszellen abtöten. So kann es passieren, dass wir in Zeiten erhöhter Cortisol-Ausschüttung einen Herpes-Infekt bekommen oder weniger wehrhaft gegen entartete Zellen sind.

Permanenter Stress sorgt dafür, dass der Darm durchlässiger wird als gedacht: Wir reagieren so auf Stoffe aus dem Darm, mit denen das Blut und das Immunsystem eigentlich gar keinen Kontakt haben sollten. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sind die Folge.

Zusammengefasst kann man sagen,dass chronischer Stress unser Selbstheilungssystem und viele Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht bringt!

 

Und was kann ich tun, wenn chronischer Stress mich belastet, um ihn abzubauen?

 

Eine ganz einfache Methode, gegen Stress anzugehen, lautet: Bewegung! Hier ist kein anstrengendes Krafttraining gemeint, sondern zum Beispiel ein ausgiebiger Spaziergang! Statt abends vor dem Fernseher zu grübeln, gehen Sie doch mal eine längere Runde um den Block! Während des Laufens geht das Gehirn aus dem Stressmodus raus und kann das Erlebte besser verarbeiten.

Auch soziale Kontakte helfen gegen Stress: sie geben das Gefühl, nicht allein zu sein: Es ist einfach schön, sich die Sorgen mal von der Seele zu reden anstatt sie in sich „hineinzufressen“. Allerdings muss man seinem Zuhörer auch die Möglichkeit geben, seine Themen „loszuwerden“, damit das Ganze ausgewogen bleibt.

Wenn ein Problem Sie besonders belastet, wenden Sie auch gerne die wingwave-Musik an: sie sorgt für eine Synchronisation der Gehirnhälften, wodurch das Gehirn den Stressmodus verlässt und in den Verarbeitungsmodus wechselt. Dazu muss man sie mit Kopfhörern hören.  Unter https://wingwave-shop.com/wingwavemp3.htmlkönnen Sie ein Stück „probehören“ und anschließend runterladen. Konzentrieren Sie sich bewusst auf Ihr Problem, während Sie die Musik über Kopfhörer hören. Nach einigen Minuten wird es Ihnen schwerfallen, sich noch auf das Thema zu konzentrieren- und das ist ein gutes Zeichen! Genau da fängt das Gehirn an, in den Verarbeitungsmodus zu wechseln und die Selbstheilungskräfte aktiv werden zu lassen.

Schlussendlich ist Stress das, was ich daraus mache! Tatsächlich prägen unbewusste Überzeugungen, die wir im Laufe unseres Lebens gebildet haben, unseren Umgang mit schwierigen Situationen.

Ein Coaching, das präzise diese Überzeugungen ermittelt und auflöst, kann für eine souveräne Haltung bei bisher problematischen Situationen sorgen und die Selbstregulation Ihres Körpers effektiv unterstützen.

Bildquelle: shutterstock VectorMine

 

 

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