Gute Gefühle- wichtig für unsere Gesundheit?: Gute Gefühle unterstützen unsere Selbstheilung
17 November 2018, by , in Gesundheit, Stress, Wingwave, No comments

Gute Gefühle- einfach nur schön oder sogar wichtig für die Gesundheit?

 

Dass gute Gefühle den Tag versüßen, weiß wohl jeder. Dass sie auch noch gesund sind, ist nicht unbedingt klar.

Mit guten Gefühlen sind an dieser Stelle keine Euphoriezustände gemeint, sondern eher eine positive Grundstimmung. Tatsächlich zeigen verschiedene Untersuchungen, dass z.B. die Wundheilung bei grundsätzlich positiv gestimmten Menschen deutlich schneller verläuft als bei negativ oder neutral gestimmten.

In anderen Untersuchungen wurden Personen befragt, ob sie sich in ihrem sozialen Umfeld geborgen fühlten. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die dies bejahen konnten, sich deutlich seltener erkälteten als die, bei denen das nicht der Fall war.

 

Was hat unsere Stimmung mit unserer Selbstheilung zu tun?

 

Die oben aufgeführten Effekte können auf mehrfache Weise erklärt werden. Bei psychischer Ausgeglichenheit kann unser Immunsystem quasi „ungestört“ seine Aufgaben wahrnehmen. Bakterien und virusinfizierte Zellen werden schneller und effektiver schadlos gemacht, und auch Regenerations- und Heilungsprozesse laufen zügiger ab. Stress hat auf das Immunsystem großen Einfluss. Das Stresshormon Cortisol unterdrückt die zelluläre Immunabwehr, unsere erste „Armada“ gegen eindringende Erreger. Bei häufiger Ausschüttung dieses Hormons kommt es zu einer dauerhaften Einschränkung unseres Abwehrsystems.

Ein zweiter Effekt des Cortisols ist der Einfluss auf die Schlafqualität: Als Stresshormon ist es ein echter Wachmacher. Normalerweise unterliegt es einer strengen Tagesrhythmik: Kurz nach dem morgendlichen Aufwachen erreicht es einen hohen Wert, der dann im Laufe des Tages kontinuierlich sinkt, über Nacht niedrig bleibt, um morgens wieder zu einem kurzen Peak hochzufahren. Befindet sich jemand unter chronischem Stress, ist dieser Rhythmus gestört. Es wird dann auch nachts Cortisol ausgeschüttet, so dass es zu Schlafstörungen kommt. Und auch wenn kein konkretes „Kopfkino“ läuft, macht dieser hormonelle Einfluss unruhig. Die nächtliche körperliche und mentale Regeneration kann nicht genügend stattfinden.

 

Wie können gute Gefühle die Gesundheit unterstützen?

 

Fühlen wir uns gut, schütten wir andere Hormone und Neurotransmitter als im Stressmodus aus. Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon, lässt uns Verbundenheit mit anderen Menschen spüren. Dopamin als „Belohnungshormon“ gibt uns den Antrieb zu handeln, weil das Ziel uns verlockend erscheint. Und schließlich sei da noch das Serotonin genannt, das uns gelassen und zufrieden sein lässt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass mit guten Gefühlen das Gehirn von einem anderen Cocktail an Hormonen geflutet wird als im neutralen oder gestressten Zustand. Das hat Einfluss auf die Denkstruktur und die Erwartungshaltung.

Gute Gefühle als Grundstimmung sorgen für einen positiveren Blickwinkel in schwierigen Momenten. Das heißt nicht, dass man Probleme ignoriert und nur noch glückselig grinsend durch die Gegend läuft. Es wird aber das Gefühl von Handlungsfähigkeit bewahrt. Die Zuversicht ist da, Einfluss auf die Situation zu haben. Es kommt auch nicht so schnell und vor allem nicht so häufig zur Stressreaktion im Gehirn, was nicht nur die Lösungsfindung ermöglicht, sondern auch das Immunsystem im Gleichgewicht lässt.

Und wie bekommen wir mehr gute Gefühle?

 

Einige einfache Übungen können dabei helfen, den Blickwinkel positiv zu verändern.

Nun mag so manch einer zu Recht einwerfen, dass es angesichts von Kummer und Schwierigkeiten absurd erscheint, gute Gefühle wachzurufen.

Es geht hier auch nicht darum, in traurigen oder schwierigen Augenblicken so zu tun, als wäre alles großartig. Vielmehr sollen gute Gefühle als Grundstimmung wieder mehr ins Denken und Fühlen integriert werden.

Das menschliche Gehirn ist so konzipiert, dass es negative Erfahrungen und Gefahren mehr wahrnimmt und sich daran erinnert, als an positive Dinge. Auch weist es intensiver auf eine drohende Situation hin als auf ein schönes Erlebnis. Aus evolutionärer Sicht macht das auch Sinn: den Säbelzahntiger nicht wahrzunehmen, war im Zweifel tödlich. Eine gemütliche Runde am Lagerfeuer zu verpassen, war hingegen einfach nur schade.

Und so sind wir auch heute darauf konditioniert, schöne Momente als selbstverständlich „abzuhaken“ und die negativen Erfahrungen nicht so leicht aus dem Kopf zu bekommen.

 

Bei der folgenden Übung geht es darum, das Bewusstsein mehr auf gute Gefühle zu richten:

 

Machen Sie eine Liste von Erfahrungen, die Sie gut gemeistert haben oder in denen Sie eine „gute Figur“ gemacht haben. Vielleicht gibt es das eine oder andere Erlebnis, das Sie besonders gut in Erinnerung haben. Versetzen Sie sich erneut in diese Situation hinein und „erleben“ Sie sie mit allen Sinnen nach: Was sehen Sie? Was gibt es zu hören? Wo fühlen Sie die positive Resonanz ganz besonders? Genießen Sie diesen Augenblick noch mal so, als würde er aktuell geschehen. Wenn Sie jeden Tag drei solcher Erlebnisse auf die Liste setzen, ist das schon ein gutes Ergebnis.

Eine weitere Liste ist die „Dankbarkeitsliste“: Wofür sind Sie dankbar? Das kann die warme Wohnung, ein gemeinsamer Abend mit guten Freunden oder ein schöner Herbstspaziergang sein. Versetzen Sie sich auch in diese Momente hinein. Wo im Körper spüren Sie die Dankbarkeit?

Eine weitere Liste kann unter dem Motto stehen: Worauf freue ich mich? Und wenn Ihnen dazu nicht so richtig etwas einfällt, wird es höchste Zeit, der Liste Inhalt zu geben! Planen Sie Erlebnisse, die Sie mit Vorfreude erfüllen!

Ein Kinobesuch mit einer guten Freundin, gemeinsam mit Freunden ein leckeres Essen zubereiten usw.

 

Und wie kann ein Coaching dabei helfen, wieder mehr gute Gefühle zu entwickeln?

 

Bei einer Coaching- Sitzung gilt es zunächst, die negativen Gefühle aufzulösen, die der Klient im Zusammenhang mit einem Thema hat.

Dann suchen wir nach den positiven Gefühlen, die den souveränen Umgang damit noch verstärken. So ist es möglich, am Ende des Coachings sogar ein positives Gefühl im Körper wahrzunehmen, wenn man an sein ehemaliges Problemthema denkt.

Sie möchten auch die Kraft der positiven Emotionen erfahren? Gerne helfe ich Ihnen dabei.

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Fotoquelle: shutterstock PKpix, Lizenznummer 556808413

 

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